Suburbia
Träume vom Eigenheim - Wege aus der WohnungskriseCollage: Ammon Studio
SUBURBIA TRÄUME VOM EIGENHEIM – WEGE AUS DER WOHNUNGSKRISE
21. März – 18. Oktober 2026
Ausstellungseröffnung: Freitag, 20. März 2026, 19 Uhr
Deutsches Architekturmuseum (DAM) >> 1. Obergeschoss
Saftiger Rasen, blauer Pool, Doppelgarage: Suburbia taucht ein in die (Bild-)Welten der US-amerikanischen Vorstadt. Politik, Architektur, Popkultur und Werbung haben Sehnsüchte
erzeugt. Die Ausstellung zeigt die Entstehung der Suburbia anhand von Fotos, Filmen, Literatur, historischem Material und Kunstprojekten.
Vor dem Hintergrund von Wohnraummangel, Klimakrise und alternder Gesellschaft steht das einstige Versprechen von Freiheit und Wohlstand jedoch vielerorts in Frage. Einfamilienhäuser verbrauchen viel Energie und Fläche, sie zementieren Rollenbilder sowie Klassenunterschiede und werden häufig von nur ein oder zwei Personen bewohnt. Doch wie sieht die Zukunft aus? Der Bestand birgt ein enormes Potenzial. Durch Weiterbauen statt Abriss und kluge Transformation schlummert im Einfamilienhausbestand ein Ausweg aus der Wohnungskrise. Die Ausstellung macht die historische Entstehung dieser Bauten im Boom der deutschen Wirtschaftswunder-Jahre
anhand der Zeitschrift Schöner Wohnen nachvollziehbar. Eine Bibliothek sämtlicher Hefte der 1960er und 1970er Jahre lädt ein zum Blättern durch Wohnträume, Konsumwelten und Familienideologien.
Zudem zeigt die Ausstellung, wie im Großraum Rhein-Main zusätzlicher Wohnraum in ebendiesem Einfamilienhaus-Bestand entstehen kann – durch einen einfachen Hebel, der energetische Sanierung mit einer Erweiterung der Wohnfläche verbindet.
Suburbia ist eine Ausstellung vom Centre de Cultura Contemporània de Barcelona und dem Deutschen Architekturmuseum in Kooperation mit der TU München sowie mit einem Beitrag des Forschungsfeldes wohnen+/-ausstellen, Mariann Steegmann Institut, Kunst & Gender, Bremen.
Die Wüstenrot Stiftung setzt sich seit langem für die Entwicklung von Zukunftsstrategien für das Einfamilienhaus ein. Sie hat die Ausstellung im DAM ermöglicht und präsentiert dort ihre aktuellen, gemeinsam mit der HFT Stuttgart entwickelten Forschungsergebnisse.
Kuratorisches Team:
PHILLIP ENGEL (CCCB)
JORUN JENSEN (DAM)
VALERIE KRONAUER (TUM)
JAN ENGELKE (TUM)
ROSANNA UMBACH (MSI)












