BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//DAM Online - ECPv6.15.20//NONSGML v1.0//EN
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
X-WR-CALNAME:DAM Online
X-ORIGINAL-URL:https://tempo.dam-online.de
X-WR-CALDESC:Veranstaltungen für DAM Online
REFRESH-INTERVAL;VALUE=DURATION:PT1H
X-Robots-Tag:noindex
X-PUBLISHED-TTL:PT1H
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Berlin
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20000326T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20001029T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20010325T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20011028T010000
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20020331T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20021027T010000
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20010301T000000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20010501T000000
DTSTAMP:20260426T191530
CREATED:20211208T121052Z
LAST-MODIFIED:20220914T083711Z
UID:10049686-983404800-988675200@tempo.dam-online.de
SUMMARY:ERNST MAY IN AFRIKA
DESCRIPTION:Im DAM von März bis Mai 2001. Weitere Station in
URL:https://tempo.dam-online.de/veranstaltung/archiv-ernst-may-in-afrika/
LOCATION:Deutsches Architekturmuseum (DAM)\, Schaumainkai 43\, Frankfurt / M.\, Hessen\, D-60596
CATEGORIES:Ausstellung
ORGANIZER;CN="DAM-Deutsches-Architekturmuseum":MAILTO:info.dam@stadt-frankfurt.de
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20010309T000000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20010508T000000
DTSTAMP:20260426T191530
CREATED:20010329T135651Z
LAST-MODIFIED:20211208T131131Z
UID:10048827-984096000-989280000@tempo.dam-online.de
SUMMARY:GIUSEPPE TERRAGNI. Modelle
DESCRIPTION:9. März bis 8. Mai 2001 \nEs fällt schwer\, von den in Norditalien konzentrierten Werken dieses Baumeisters nicht fasziniert zu sein. Giuseppe Terragni (1904-1943) war in den 20er und 30er Jahren der ungekrönte König unter den “Rationalisten“\, wie sich die Architekten der italienischen Moderne selbst nannten. Vom bisweilen puristischen Funktionalismus im Deutschland der 20er Jahre unterschieden sich Terragnis Bauten nicht nur durch Symmetrie\, kristalline Poetik und ausgesuchte Proportionen\, sondern oft auch durch das Material. Wo die Bauhäusler weiß verputzte “sachliche“ Oberflächen einsetzten\, wählte er Steinverkleidungen aus dem schon von den Römern benutzten Marmor\, der in den Steinbrüchen Italiens reichlich vorhanden war. \nDas Apartmenthaus “Novocomum“ in Como (1928) mit eingeschobenen Glaszylindern an den Ecken ist nicht nur Terragnis brillanter Erstling; es markiert zugleich den Durchbruch der rationalistischen Architektur in Italien. Die “Casa Rustici“ in Mailand (1936) besticht durch die Zerlegung der Fassade in ein perfekt komponiertes Liniensystem aus schattenwerfenden Sonnenblenden\, vorgehängten Laufgängen und Balkonen\, das bis in das Fugennetz der Marmorverkleidung fortgesetzt wird. Terragnis poetischster Entwurf (1938\, mit Pietro Lingeri) wurde nicht ausgeführt: das beim Colosseum in Rom geplante “Danteum“\, ein dem Dichter Dante Alighieri gewidmetes Studienzentrum und Museum. Die Anordnung der Räume und des Lichteinfalls galt einer modernen Nachinszenierung von Schauplätzen der “Göttlichen Komödie“. Wie Dante und sein Begleiter Vergil sollte der Besucher zunächst die Hölle betreten und dann Raum für Raum zum Paradies aufsteigen\, einem zum Himmel offenen Raum\, der einen quadratischen Wald aus 32 gläsernen Säulen umschloß. \nMan ahnt es schon: hinter so makelloser Schönheit lauert eine häßliche Kehrseite der Medaille. Bei Terragni liegt sie im nie verleugneten politischen Bekenntnis des Architekten\, der ein überzeugter Faschist war und sich selbst nicht als Widerständler\, sondern als Mitarbeiter an der gewaltförmigen faschistischen “Revolution“ Mussolinis gesehen hat. Der italienische Diktator war kein Verächter der Architekturmoderne. Im Unterschied zum “Dritten Reich“ wurde die Avantgarde nicht verfolgt oder in den Industriebau verdrängt\, sondern zu anspruchsvollen Staatsaufgaben ebenso herangezogen wie die konservativen Kollegen. So kam es zum Bau von Terragnis “Casa del Fascio“ in Como\, dem 1936 fertiggestellten regionalen Büro der faschistischen Partei\, das als kubischer Baublock über ein Quadrat hochgezogen wurde. Bei den in weißem Marmor gefaßten Außenwänden ließ Terragni offene und geschlossene Flächen kontrastieren\, die die rigide Grundform wirkungsvoll brechen. \nTerragnis Bauten stehen nicht auf Kriegsfuß mit den Altbauten in der Umgebung. Im Unterschied zu den deutschen Avantgarde-Kollegen\, die ihre neuen Siedlungen und Villen an der Peripherie errichteten und für die alten Stadtkerne kaum etwas anderes als Totalabrisse vorsahen – die dann nicht von ihnen\, sondern im Luftkrieg des Zweiten Weltkriegs ausgeführt wurden – baute Terragni seine Häuser im Kontext der bestehenden Stadt\, deren Proportionen und Typologien nicht verworfen\, sondern aufgenommen werden. Wer die Casa Rustici oder die Casa del Fascio im Detail untersucht\, wird in ihnen Grundriß- und Fassadenmuster norditalienischer Hofhäuser\, aber auch römischer und venezianischer Renaissancepaläste wiederfinden. \nTerragnis Bauten sind der Gegenbeweis zu dem gerade in Deutschland geglaubten Dogma\, das besagt\, Diktaturen würden sich stets monumentaler Herrschaftsarchitektur à la Speer bedienen\, und die Architekturmoderne sei von Natur aus der Architekturstil der Demokratie. Das Beispiel Terragnis zeigt\, daß die Wirklichkeit komplizierter ist. Er selbst bezahlte für seine Treue zum Regime mit dem Tod. Die wegen seiner angegriffenen Gesundheit verfügte Entlassung von der russischen Front\, an der er jahrelang als Soldat verbracht hatte\, überlebte er 1943 nur um wenige Monate. \nDie Ausstellung im Deutschen Architektur Museum zeigt das Werk Terragnis in einer Auswahl rekonstruierter Architekturmodelle von außergewöhnlicher haptischer und optischer Qualität. Die Faszination für die Architektur Terragnis veranlaßte eine Gruppe von Professoren und Studenten des Fachbereichs Architektur der Fachhochschule Hamburg\, die Bauten und Entwürfe in Holzmodellen im Maßstab 1:50 zu rekonstruieren. Aus dem Rahmen fällt das besonders große Modell des Danteums aus Gips\, Holz\, Acryl und Styroporkernen. Die unter der Leitung von Jörg Friedrich und Dierk Kasper entstandenen Modelle sind z. T. aufgeklappt\, so daß der Besucher auch die innere Struktur studieren kann. Die zuvor in Hamburg\, Berlin und Gelsenkirchen gezeigte Ausstellung hat im DAM ihre vorerst letzte Station. \n 
URL:https://tempo.dam-online.de/veranstaltung/archiv-giuseppe-terragni-modelle/
LOCATION:Deutsches Architekturmuseum (DAM)\, Schaumainkai 43\, Frankfurt / M.\, Hessen\, D-60596
CATEGORIES:Ausstellung
ORGANIZER;CN="DAM-Deutsches-Architekturmuseum":MAILTO:info.dam@stadt-frankfurt.de
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20010309T000000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20010508T000000
DTSTAMP:20260426T191530
CREATED:20010420T044004Z
LAST-MODIFIED:20211208T131129Z
UID:10048829-984096000-989280000@tempo.dam-online.de
SUMMARY:ERNST MAY. Architekt und Stadtplaner in Afrika 1934–1953
DESCRIPTION:9. März bis 8. Mai 2001  \nErnst May (1886-1970)\, den in Frankfurt geborenen Architekten und Stadtplaner\, kennt die Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts als Vorreiter eines sozialen Wohnungs- und Städtebaus. Einen Namen machte er sich durch die vorbildlichen Wohnsiedlungen\, die er zwischen 1925 und 1930 als Stadtbaurat des legendären “Neuen Frankfurt” errichten ließ. Seine umfassende\, modellhaft entwickelte Reformstrategie für die moderne Großstadt fand damals weltweite Aufmerksamkeit. \nWeit weniger geläufig als das “Neue Frankfurt” sind Ernst Mays spätere Arbeiten in der Emigration. Nachdem in Deutschland die Weltwirtschaftskrise den Wohnungsbau zusammenbrechen ließ\, war er in die Sowjetunion gegangen\, um neue Industriestädte zu planen. Als dort 1933 die ausländischen Experten nicht mehr gefragt waren und Mays Vertrag nicht verlängert wurde\, war in Deutschland bereits Hitler an der Macht. May entschied sich für ein ungewöhnliches Exil – er kaufte 1934 eine Farm in Ostafrika. Aber schon bald saß er am Reißbrett in Nairobi\, der Hauptstadt der britischen Kolonie Kenia\, nachdem sich sein wirklicher Beruf herumgesprochen hatte. \nDie Ausstellung konzentriert sich auf den bislang unbekannten Ernst May: den Architekten im afrikanischen Exil\, das für ihn zwanzig Jahre dauern sollte\, viermal länger als seine Frankfurter Periode. Der einst mächtige Stadtbaurat hatte sich als normaler Architekt durchzuschlagen\, ohne die Machtfülle einer großen Verwaltung. Farmer und Fabrikanten waren nun die Bauherren\, und die verlangten mitunter traditionellen englischen Landhausstil mit Satteldach und Kamin\, den ihnen der Architekt des “Neuen Frankfurt” ebenso virtuos realisierte wie seine modernen Bauten. May`s eigenes “Haus Karen” bei Nairobi aus dem Jahr 1937 entstand dagegen in den Formen der importierten Moderne mit Flachdach in weißen kubischen Volumen. Einer der wichtigen Auftraggeber dieser Jahre war der Aga Khan\, der für die Ismaeliten in Kenia eine Schule und eine avantgardistisch aufgeständerte Klinik errichten ließ. \nIdeen des “Neuen Frankfurt” werden nicht nur als Formzitate sichtbar\, sondern auch als Strategien zur Behausung der afrikanischen Bevölkerung\, die in den 40er und 50er Jahren vom Dorf in die Städte drängte. Die Stadterweiterung von Kampala in Uganda zeigt deutlich das Konzept der durch Naturzonen abgegrenzten Trabantensiedlung\, das May einst für Breslau und Frankfurt entwickelt hatte. Dagegen scheiterte der Gedanke\, die einst für Frankfurt entwickelte Industriebauweise – in den 20er Jahren eine Pioniertat\, nicht zu verwechseln mit den monströsen Übertreibungen der “Platte” in den 60er und 70er Jahren -für einen angepaßten sozialen Wohnungsbau nach Afrika zu verpflanzen. Ein 1945 gebauter Prototyp aus Betonfertigteilen\, der im Umriß eine Eingeborenenhütte nachahmte\, fand nicht die Billigung der Afrikaner\, die Schlichtbauten nicht akzeptierten: wenn schon Häuser für die Zuwanderer\, dann doch bitte solche wie für die Europäer. \nBezeichnend für die Kontraste einer Kolonialgesellschaft waren zwei Nachkriegsbauten Ernst Mays. In der Mitte der 50er Jahre entstand mit elegantem Kurvenschwung und dekorativer Fassade Mays letztes Werk in Kenia\, das für weiße Urlauber errichtete Oceanic Hotel am Strand bei Mombasa. Bescheidener\, jedoch in die Zukunft weisend erscheint das 1952 realisierte Kulturzentrum der Genossenschaft der schwarzen Kaffeepflanzer in der Kleinstadt Moshi an den Hängen des Kilimandscharo. Mit ihm läßt May die Bezüge der kolonialen Society hinter sich\, um für die zukünftigen Herren des später unabhängig gewordenen Landes zu arbeiten. Gemeinsam sind beiden Bauten die architektonischen Mittel\, mit denen May seine europäische Moderne den Gegebenheiten im feuchtheißen Ostafrika anpaßte. Beeindruckend schön gelangen ihm die in vielen Formen auftretenden Sonnenblenden und die vielfach perforierten Wände\, die für stetige Ventilation sorgen sollten. \nUnter den Emigranten des Naziregimes zählt Ernst May zu den wenigen\, die nach Kriegsende zurückkehrten. Als ihm 1954 die Chance geboten wurde\, im westdeutschen Wiederaufbau modernen Städtebau zu betreiben\, hielt es ihn nicht länger in Afrika: “20 Jahre – obwohl es dort herrlich war – sind genug.”  \nDas DAM würdigte Ernst May erstmals zum 100. Geburtstag im Jahre 1986 mit einer Ausstellung und einem Katalogbuch\, mit Schwerpunkt auf dem “Neuen Frankfurt”. \nDie aktuelle\, von Wolfgang Voigt verantwortete Ausstellung zeigt das für Afrika entstandene Werk in Originalzeichnungen\, Plänen\, Fotos sowie außerdem in einer Reihe von Modellen\, die eigens von Studenten der TU Darmstadt angefertigt wurden. Die Originale verdankt das DAM dem Kunsthistoriker Eckhard Herrel\, der sie Anfang der 90er Jahre im früheren Büro Ernst Mays in Kenia aufspürte und mitbrachte. Sie wurden in der Sammlung des DAM mit älteren Teilen des Nachlasses vereinigt.
URL:https://tempo.dam-online.de/veranstaltung/archiv-ernst-may-architekt-und-stadtplaner-in-afrika-1934-1953/
LOCATION:Deutsches Architekturmuseum (DAM)\, Schaumainkai 43\, Frankfurt / M.\, Hessen\, D-60596
CATEGORIES:Ausstellung
ORGANIZER;CN="DAM-Deutsches-Architekturmuseum":MAILTO:info.dam@stadt-frankfurt.de
END:VEVENT
END:VCALENDAR